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Magerwiesen

Magerwiesen auf Diabas

Der Raum Hof gilt als der Schwerpunkt für Diabasrasen in Bayern. Sie zählen zu den bodensauren Magerrasen und sind mehr oder weniger basenreich. Wie alle Halbtrockenrasen sind auch die Halbtrockenrasen über Diabasgestein des bayerischen Vogtlandes durch extensive Nutzung (Schafbeweidung, Mahd) entstanden. Der Fortbestand dieser artenreichen Pflanzengesellschaften ist auf diese Nutzung angewiesen. Die Halbtrockenrasen sind aber aufgrund von Nutzungsaufgabe mit nachfolgender Verbuschung, Nutzungsänderung (Aufforstung) und zunehmenden Stickstoffeintrags aus der Landwirtschaft in ihrem Bestand stark zurückgegangen und gefährdet.

Typische Vertreter der Halbtrockenrasen auf basenarmen Untergrund sind z. B. die Heide-Nelke (Dianthus deltoides), die Zypressen-Wolfsmilchs (Euphorbia cyparissia) und die Gewöhnliche Pechnelke (Silene viscaria). Im Frühjahr blühen das Frühlings-Fingerkraut (Potentilla verna), in den Sommermonaten das Kleine Habichtskraut (Pilosella officinarum) und der Feld-Thymian (Thymus pulegioides).

Auf basenreicheren Untergrund können wir den Genfer Günsel (Ajuga genevensis) oder den Roß-Lauch (Allium oleraceum) bewundern, ebenso Golddistel (Carlina vulgaris) und Skabiosen-Flockenblume (Centaurea scabiosa).

© Text und Fotos: Thomas Friedrich