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Neujahrsempfang des BUND Naturschutz: Rückenwind für Natur, Klima – und Demokratie

22.01.2026

Neujahrsempfang des BUND Naturschutz: Rückenwind für Natur, Klima – und Demokratie

Hof, 18. Januar 2026 – Mit einem klaren Bekenntnis zu Umwelt-, Klima- und Naturschutz sowie zur Demokratie eröffnete die Kreisgruppe Hof des BUND Naturschutz (BN) das neue Jahr. Beim Neujahrsempfang im Gedenken an die Gründungsidee des Grünen Bandes am Eisteich im Dezember 1989, begrüßte Vorsitzender Ulrich Scharfenberg zahlreiche Gäste aus Politik und Gesellschaft – unter ihnen auch der neue Landesvorsitzende des BN, Martin Geilhufe. „Wir verstehen uns als Schutzpatron der Natur“, sagte Geilhufe in seiner Rede. In Zeiten gesellschaftlicher Unsicherheiten, globaler Krisen und wirtschaftlicher Herausforderungen wachse das Bewusstsein, „wie unverzichtbar Natur- und Klimaschutz für eine stabile und lebenswerte Zukunft sind.“ Extreme Wetterereignisse und dramatischer Artenverlust zeigten deutlich: „Ökologisches Handeln ist kein Hindernis für wirtschaftliche Entwicklung. Im Gegenteil – es ist die Voraussetzung für künftigen Wohlstand, Lebensqualität und Sicherheit in Bayern.“ Besonders hob Geilhufe die Arbeit der Hofer Kreisgruppe hervor: „Sie hat nicht nur das erste Bürgerwindrad Bayerns auf den Weg gebracht, sondern überzeugt bis heute mit herausragenden Naturschutzprojekten am Grünen Band. Wir werden die Arbeit für ein Weltnatur- und Kulturerbe Grünes Band verstärken.“ Auch politisch stellte Geilhufe klar: „Es wird eine meiner Hauptaufgaben sein, CSU und Freien Wählern klarzumachen, dass es ein Irrweg ist, immer weiter in den Populismus und nach rechts abzudriften – und zwar nicht nur, was die Notwendigkeit eines überaus ehrgeizigen Natur- und Klimaschutzes anbelangt.“ Der neue Vorsitzende betonte: „Als großen Überbau meiner Arbeit als Vorsitzender begreife ich ein entschlossenes Eintreten für unsere Demokratie. Denn unser Verband und die gesamte Umweltbewegung verdanken ihre Erfolge den Grundpfeilern einer freien Presse und einer lebendigen Demokratie.“ Ulrich Scharfenberg unterstrich in seiner Begrüßung die Rolle des BN in der Region: Mit rund 3.000 Mitgliedern sei die Kreisgruppe Hof der größte Umweltverband in Stadt und Landkreis Hof. Besonders stolz sei man auf die gute Verankerung in der Kommunalpolitik – mit mehreren Kreis-, Stadt- und Gemeinderäten im Vorstand. Der Rückblick auf das vergangene Jahr zeigte das breite Engagement der Kreisgruppe. Im Fokus stand unter anderem die anhaltende Kritik an den geplanten Frankenwaldbrücken. „Wir fordern keine weitere Zerstörung unseres größten zusammenhängenden Naturschutzgebiets und keine sinnlose Geldverschwendung auf dem Rücken der Landkreiskommunen“, so Scharfenberg. Im Falle einer verfrühten Baugenehmigung kündigte er weitere juristische Schritte auch gegen die Baugenehmigung an. Erfolgreich war 2025 die Umweltbildung, etwa durch das Projekt „Ü60 – nachhaltig aktiv“ oder die Aufzuchtstation für die Flussperlmuschel, die sogar Eingang in den Jahresrückblick der Frankenpost fand. Der mit dem BN-Umweltpreis ausgezeichnete Hofer LandBus wurde als Musterbeispiel für klimafreundliche Mobilität im ländlichen Raum gewürdigt. Im neuen Jahr widmet sich die Kreisgruppe besonders dem Thema Wasser – angesichts der Klimakrise ein drängendes Anliegen. Ob Grundwasser, Bäche oder Schwammregionen: Mit Projekten, Bildungsarbeit und Bürgerbeteiligung sollen neue Lösungen entwickelt werden. Auch grenzüberschreitend wird gedacht: Ab April 2026 startet ein deutsch-tschechisches Wasserprojekt mit naturbasierten Maßnahmen zur Klimaanpassung. Mit personellen Veränderungen, frischer Energie im Team und wachsendem Ehrenamt – etwa durch neue Biotoppaten – sieht sich die Kreisgruppe gut aufgestellt. „Die eigenen Flächen garantieren den besten Schutz der Flächen“, so Scharfenberg. Auch zur anstehenden Kommunalwahl am 8. März 2026 wolle man umweltpolitisch Akzente setzen. In einem weiteren Kurzbeitrag ging der ebenfalls neue und seit 01.09.2025 agierende Landesgeschäftsführer Lucas Schäfer auf die zukünftige verstärkte Kommunikation im Verband ein und kritisierte die Einschränkungen beim Verbandsklagerecht.. Zum Schluss betonte Martin Geilhufe noch einmal, wie wichtig es sei, den gesellschaftlichen Dialog aufrechtzuerhalten: „Wir müssen zusehen, dass die Gesprächsfäden nicht abreißen.“